Unser Streifzug durch die Fussballwelt hat uns gegen den FC St. Pauli eine ganz neue Dimension des Überraschungsmomentes gebracht.

Trotz kompletter Taktikanalyse der Sechste-Herren FC St.Pauli, sehr freundlich, sogar mit Insiderwissen gefüttert, war der Zugriff auf den Gegner kompliziert.

Die Anreise am Freitag vor dem Samstagspieltag war vielleicht nicht die taktisch beste Idee, da u.a. unser etamäßiger IV in desolatem Zustand am Platz saß. Uneinwechselbar. Auch auf der LV Position wurde Schlafverweigerung und Alkoholmissbrauch, ein Ärgernis für den Koordinationsapparat.

Oder wie die hanseatische Presse mitteilte: „Kein Torschuss von Frömmersbach. Unsere Innenverteidigung steht stabil und hält auch dicht. Genau die zwei Adjektive die, die gegnerische Mannschaft gestern war: stabil dicht“.

Nach den unfreiwillig zugelassenen zwei Gegentoren nach 6 Minuten. „Hallo, kann einer mal dem W. die Beine entknoten?“ Schaffte der SV 1948 Frömmersbach e.V. II es tatsächlich schlimmeres zu verhindern. Diejenigen, die noch konnten versuchten jetzt dagegen zu halten, was nicht immer gelang. Versuchten wir unsere Geheimwaffe, den Wandspieler, in Position zu bringen, war dieser keine Wand, sondern wankte dahin. Unser Rechtsaußen hatte solch einen Drall, dass die 6er ihn immer wieder in die richtige Richtung schubsen mussten, bis er mit Vollgas in den Ellenbogen eines Gegenspielers orgelte und eine Kopfschmerz Booster bekam. Wechsel.

Dann gab es in der 33.Minute das 0:3. Sehr verdient. Pauli spielt seit 10 Jahren eine Taktik, die auf hohes Pressing und sehr offensiven Außenverteidigern sowie pausenlosen Ballstafetten mit den Mittelfeldspielern, die immer wieder Nadelstiche gleich Pässe durch unsere Viererkette spielten, entweder abschlossen oder weiche Pässe auf den zweiten Pfosten brachten.

Unsere Mittel waren `Herz in die Hand nehmen und mit wehender Fahne, den übermächtigen Gegner begrüßen´.

Interessierte Kiez Kiebitze fragten, „ob die Jungs aus Frömmersbach einigermaßen freihändig laufen können oder die Bierversorgung im Bus, diesen einen Strich durch die Rechnung gemacht haben“. Wir gingen schweigend von dannen.

Das Dankschreiben von Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister Hamburg, hinsichtlich unerwartetem Haushaltsüberschuss im November, konnten wir gelassen entgegen nehmen.

Nun wollen wir das Ergebnis von Piep zu Piep nicht überbewerten, da unser Dopingsystem bisher in die falsche Richtung entwickelt wurde und wir in Zukunft möglicherweise vermehrt auf Rauchwaren setzen müssen. Das wird sich zeigen.

In jedem Falle war es eine schöne Erfahrung, hygienekonform und 2G, falls einer fragt.

Die Sechste war ein feiner Gastgeber, vielen Dank.

Schön war auch unser Wiedererkennungswert, nachdem wir am Freitag im Abseits waren (welch wunderbare Doppeldeutigkeit:)), wurden wir am Samstag dort persönlich begrüßt und freudig empfangen. Das schafft manch Hamburger nicht in einem Leben. Ein kleiner Tipp. Tut so, als ob ihr am Eingang nur ein Ziel kennt: die Bar und erklärt, dass ihr diese nicht finden würdet und löcheert das Personal, wenn ihr Hilfe braucht. Das bringt hohe Anerkennung, Wiedererkennungswert und Sympathien.

Wir haben einen Pub in Gummersbach. Wer gegen uns spielen will, meldet sich einfach.

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